Brennholz richtig lagern – hierauf sollten Sie achten

Für viele Menschen stellt das Flackern des Kamins den Inbegriff für Ruhe und Entspannung dar. Wer sich jedoch die Füße in der Nähe des Feuers wärmen möchte, muss unter anderem vorher Brennholz lagern.

Doch worauf sollte hierbei eigentlich geachtet werden? Reicht es aus, das betreffende Holz einfach im Schuppen aufzutürmen? Natürlich nicht. Immerhin ist es wichtig, dass das Brennholz auch im Rahmen einer längeren Lagerung nicht beginnt, zu schimmeln.

Die gute Nachricht: die Tipps, die im Zuge der Brennholzlagerung beachtet werden sollten, lassen sich vergleichsweise leicht umsetzen. Somit steht einem entspannten Abend vor einem romantisch flackernden Kaminfeuer nichts mehr im Wege.

Woher kommt das Brennholz?

Grundsätzlich gilt, dass es heutzutage möglich ist, auf vielseitige Weise für einen (mehr oder weniger) großen Vorrat an Brennholz zu sorgen. Besonders einfach gestaltet sich das Unterfangen natürlich dann, wenn der Nachbar einen vergleichsweise großen Vorrat an Holz hat und bereit ist, diesen zu teilen.

Wer möchte, kann sein Brennholz natürlich auch im Handel kaufen.

Die günstigste Variante stellt es dann jedoch dar, das benötigte Holz selbst zu schlagen. Achtung! Selbstverständlich ist es nicht erlaubt, ausgestattet mit einer Axt in den Wald zu gehen und sich selbst zu bedienen. Wer Lust darauf hat, selbst zu sammeln, wendet sich im ersten Schritt an das zuständige Forstamt. Dieses weist dann in der Regel einen Bereich zu, wo es erlaubt ist, sich umzusehen und sich entsprechend zu bedienen.

Wer sowohl einen sogenannten „Brennholzführerschein“ vorweisen und nachweisen kann, dass er dazu in der Lage ist, mit einer Motorsäge umzugehen, darf manchmal auch selbst fällen. Aufgrund des hohen Risikos werden solche Genehmigungen jedoch eher selten erteilt. In jedem Fall sehen die entsprechenden Vorschriften dann auch das Tragen einer entsprechenden Schutzkleidung vor.

Welche Möglichkeiten gibt es, Brennholz zu lagern?

Damit Brennholz möglichst über einen langen Zeitraum genutzt werden kann, ist es wichtig, die Scheite unbedingt trocken zu lagern. Gleichzeitig ist es unerlässlich, eine gute Belüftung sicherzustellen und dafür zu sorgen, dass Witterung und Co. keine Chance haben, das Holz zu beschädigen. Oft eignet sich ein besonders sonniger Platz hervorragend dazu, viele dieser Bedingungen zu erfüllen.

Zudem gilt es, die folgenden Punkte zu beachten:

  • Halten Sie unbedingt ausreichend Platz zu Wänden ein. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass sich zwischen besagter Wand und dem Holz eine Art „Feuchtigkeitsstau“ entwickelt, der dann für Pilz- und Schimmelbildung sorgt.

 

  • Achten Sie auf das richtige Auftürmen des Brennholzes. Aufgrund der Tatsache, dass eine entsprechende Luftzirkulation gewährleistet werden muss, wäre es falsch, die einzelnen Scheite dicht an dicht aufeinanderzustapeln. Entscheiden Sie sich daher lieber für eine etwas losere Konstruktion, indem Sie die einzelnen Elemente weitestgehend frei übereinanderstapeln.

 

  • Verbrennen Sie ausschließlich Holz, das komplett (!) getrocknet ist. Je nach individuellem Bedarf ist es – mit Hinblick auf die Lagerung – wichtig, hier ausreichend Platz einzuplanen.

 

Für eine erfolgreiche Brennholzlagerung ist unter anderem auch der passende Untergrund entscheidend. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Holz in den unteren Schichten Feuchtigkeit aus dem Boden zieht. Wer hier auf eine Basis aus Steinen oder Paletten setzt, ist weitestgehend auf der sicheren Seite.

Gleichzeitig gilt es natürlich auch, zu beachten, dass das gelagerte Holz – sofern es draußen gelagert wird – ebenfalls den Witterungseinflüssen ausgesetzt ist. Einmal getrocknet, kann dann nur ein Regenschauer dafür sorgen, dass der komplette Trocknungsvorgang von Neuem gestartet werden muss.

Mit welchen Planen kann Holz vor Regen geschützt werden?

Viele Kaminbesitzer, die Brennholz lagern, begehen einen klassischen Fehler: sie überziehen ihr Brennholz mit einer Plastikplane. Herkömmliche Planen aus Kunststoff und ähnlichem sind jedoch nicht dazu in der Lage, den wichtigen Luftaustausch zu gewährleisten. Die Folge: die Feuchtigkeit sammelt sich unter der Plane und tritt irgendwann ins Holz ein.

Daher ist es wichtig, hier auf stabile und UV beständige Planen zu setzen, die einerseits schützen und andererseits langlebig sind. Diese Art von Abdeckplanen ist außerdem nachhaltig, denn sie hält einige Jahre länger als die oftmals günstigen aus dem Baumarkt. Für einen optimalen Schutz des Holzes ist es außerdem Vorteilhaft auf eine Maßangefertigte Holzabdeckplane zu setzen.

Wer hier Kompromisse eingeht, riskiert eine schnelle Schimmel- und Pilzbildung – die übrigens auch oft dann eintritt, wenn Brennholz im Schuppen, auf dem Dachboden oder im Keller gelagert wird. Auch hier ist die Zirkulation der Luft zu gering, um eine entsprechende Trocknung voranzutreiben.

Sie haben auf Ihrem Grundstück nicht ausreichend Platz, um das Holz outdoor zu lagern? In diesem Fall ist es wichtig, die Scheite unbedingt ausreichend lange vortrocknen zu lassen, bevor sie dann in einem geschlossenen Raum dauerhaft bzw. länger aufbewahrt werden.

 

Wann kann ich gelagertes Brennholz verwenden?

Generell gilt, dass Brennholz weitestgehend trocken sein sollte, bevor es seinen Weg in den Kamin antreten kann. Um eine ungefähre Vorstellung davon zu bekommen, wann dieser Zustand – auch im Inneren eines Holzscheits - erreicht wurde, kann mit speziellen Messgeräten nachgemessen werden.

Fest steht jedoch auch: je nach…

  • Holzart
  • Scheitgröße
  • Zustand
  • Grund-Feuchtigkeit

 

braucht es ein wenig Geduld, bis sich Holz in Brennholz verwandelt. Eine Wartedauer von circa zwei Jahren stellt hier keine Ausnahme, sondern vielmehr die Regel dar. Aber: je besser der Lagerungsort ausgesucht wurde, umso kürzer ist in der Regel auch die Mindest-Lagerungsdauer.

Doch Vorsicht: prinzipiell kann Brennholz auch zu lang gelagert werden. In diesem Fall verlieren die Scheite einen großen Teil ihrer Heizeigenschaften.

Wann braucht man zum Brennholz Lagern eine Abdeckplane?

Wer sein Brennholz bereits ausreichend trocken in einem geschlossenen Raum lagert, braucht in der Regel keine Abdeckplane.

Aber: sobald Brennholz draußen (und ohne weitere Abdeckung, zum Beispiel ein Vordach) gelagert wird, braucht es einen „Schutz von oben“, um zu verhindern, dass das Holz mit jedem Schauer aufs Neue durchnässt wird.

Spezielle, moderne Holzabdeckplanen zeichnen sich durch eine überzeugende Stabilität aus und bieten zudem einen hohen Nutzerkomfort. So lassen sich mit ihrer Hilfe sowohl kleine als auch größere Stapel sicher vor Regen, Feuchtigkeit und Co. schützen, ohne dass sich im Inneren zu viel Feuchtigkeit entwickeln würde.

Selbstverständlich haben Sie auch die Möglichkeit, beispielsweise die Lagerung von Brennholz in einer Gitterbox mit einer Abdeckplane zu kombinieren. Achten Sie hierbei in jedem Fall darauf, sich für eine Plane zu entscheiden, die über die benötigten Maße verfügt.

Welches Holz kann man besonders gut als Brennholz verwenden?

Vor allem Ahorn, Buche, Eiche und Esche sind besonders beliebt, wenn es darum geht, für lauschige Stunden vor dem Kamin zu sorgen. Sie überzeugen durch eine intensive Heizwirkung, unterscheiden sich jedoch durch mehrere Details voneinander.

Hierbei gilt:

  • Birke gehört zu den Brennhölzern, die eher kurz (und manchmal sogar mit einem leicht-bläulichen Schimmer) brennen
  • Eiche erzeugt mehr Funken, während die Flamme vergleichsweise klein bleibt
  • Buche bietet von allen Harthölzern die längste Brenndauer.

 

Wer Geld sparen möchte, kann unter anderem auch auf Tanne oder Fichte setzen. Hier ist der Funkelflug allerdings meist noch intensiver als bei der oben erwähnten Eiche. Je nach Kaminkonstruktion stellt genau dieser Aspekt auch möglicherweise ein Sicherheitsrisiko dar. 

Tanne und Fichte warten jedoch mit dem klassischen Kaminduft auf und gehören für viele Kaminfans daher einfach zu einem gelungenen Abend im Winter dazu.

Fazit: Die richtige Brennholz Lagerung kann das Kaminerlebnis optimieren

Wer sich einmal mit den unterschiedlichen Arten von Brennholz und deren Charakteristika auseinandergesetzt hat, weiß, dass es das „klassische Holz“ nicht gibt. Brenneigenschaften und Co. sind im Wesentlichen von der jeweiligen Holzart und der korrekten Lagerung abhängig.

Die richtigen Vorkehrungen, zum Beispiel auf Basis des passenden Lagerungsortes und mit einer Plane, helfen dabei, dass die Lagerungsdauer nicht nur oft verkürzt werden kann, sondern auch, dass das nächste Feuer aus dem heimischen Kamin möglicherweise noch intensiver genossen werden kann. 

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